Beitragsseiten

Polen (Polska/ Poland)

Nr.: PLZ Ort Gmina/ Gemeinde Powiat/ Kreis Woiwodschaft/ Provinz
Nr.: 03 PL - 69-220 Grabno-Roslawice (Buchholz-Weststernberg) Osno Lubuskie (Drossen) Slubicki (früher Kreis Sternberg) Lebus (früher Ostbrandenburg)
     
Bürgermeister: Stanislaw Kozlowski
Adresse: Rynek 1
69-220 Osno Lubuskie
Webpräsenz: www.osno.pl
Rathaus in Rzepin 
Rathausplatz 1, 
69-110 Rzepin 
Sekretariat: 
Tel. (+48 95) 254 75 96 
(+48 95) 285 75 96 
Fax (+48 95) 478 75 96 
 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

Vorherige OrtVorherige Ort     Ortregister      Nächste Ort Nächste Ort


 

Powiat Słubicki (Sternberg)
Der Powiat Słubicki ist ein Powiat (Landkreis) in der polnischen Woiwodschaft Lebus. Er liegt an der Grenze zu Deutschland. Der Kreis hat eine Fläche von 1.000 km², auf denen etwa 48.000 Einwohner leben. Der Powiat umfasst fünf Gemeinden, davon vier Stadt- und Landgemeinden;
Cybinka (Ziebingen); Ośno Lubuskie (Drossen); Rzepin (Reppen); Słubice (Frankfurt an der Oder - Dammvorstadt)
und eine Landgemeinde; Górzyca (Göritz)
Osno Lubuskie (deutsch Drossen) ist eine polnische Stadt im Powiat Slubicki der Woiwodschaft Lebus mit etwa 3700 Einwohnern.Der Ort liegt 25 Kilometer nordöstlich von Frankfurt (Oder) an der Lenka (deutsch Lenzebach).
Hauptstadt des Sternberger Landes
Über die Gründung des Ortes gibt es keine genauen Informationen. Sie geschah wahrscheinlich im Zusammenhang mit der 1125  erfolgten Gründung des Bistums Lebus durch Herzog Boleslaw III. Schiefmund. Der Marktflecken befand sich an derStelle, wo die Straßen von der Bischofsstadt Göritz und von Frankfurt über Meseritz nach Posen zusammentrafen, durch den Lenzebach führten und die mit einer Handelsstraße von Schlesien nach Stettin kreuzten. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1252. Zu der Zeit befand sich das Städtchen Osna im Besitz der Lebuser Bischöfe. Schon nach kurzer Zeit  erhielt Osna eine Neustadt. 1249 kam Osna in den Besitz des Bischofs von Magdeburg. 1298 erfolgte die Weihe der gotischen Jakobikirche, einer dreischiffigen Hallenkirche. Im Jahre 1354 gelangte die Stadt, deren Name seit 1375 als Drossen überliefert  ist, in den Besitz der Markgrafen von Brandenburg. 1401 ging Drossen, das bis dato ein Lehen war, in das Eigentum der Markgrafen über. Zu dieser Zeit war die Stadt das Zentrum, seit 1369 die Münzstatt und seit 1447 der Verwaltungssitz des Sternberger Landes. Drossen war seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts mit einer Stadtmauer aus Feldsteinen und zwei Stadttoren befestigt und gehörte im 14. und 15. Jahrhundert dem Bund der neumärkischen Städte an. Nachdem der Söldnerführer Herzog Hans II. von Sagan in der Zeit der Glogischen Fehde (1476–1488) auch in Drossen einzufallen versucht hatte, wurde die Stadtmauer 1477 ausgebaut und verstärkt. Im Jahre 1596 zerstörte ein Stadtbrand auch die Jakobikirche, die bald wieder aufgebaut wurde. Die Drossener Bürger lebten von der Brauerei und die Stadt war ein bedeutendes Zentrum der Tuchmacherei. 1810 wurde die Verwaltung des Sternberger Landes nach Zielenzig verlegt. Mit der Kontinentalsperre von 1815 ging das Tuchmacherhandwerk zu Grunde. Mit Beginn der Industrialisierung erlangte in Drossen die Möbelfabrikation größere Bedeutung, 1893 entstand die hinzukam. Bedeutsam und einmalig war vor allem die Maiblumenzucht.
Seit 1890 besitzt Drossen einen Eisenbahnanschluss an der Strecke von Reppen nach Meseritz.
Drossen gehörte seit 1818 dem Landkreis Sternberg an und war seit 1852 Kreissitz. Nach der Teilung des Kreises kam die Stadt 1873 zum Landkreis Weststernberg und war dessen Kreisstadt. 1904 verlor Drossen den Kreissitz an Reppen. Im Jahre 1916 wurde Drossen zur Garnisonsstadt.
Am 1. Februar 1945, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, erfolgte unweit der Stadt ein Angriff sowjetischer Panzer auf einen Eisenbahnzug mit Zivilisten, die die Stadt vor der Besetzung durch die Rote Armee verlassen wollten. Dabei wurden ca. 200 Menschen getötet.
Seit Beendigung des Krieges gehört Drossen, das seither Osno Lubuskie heißt, zu Polen. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben und Vertriebene aus den von der Sowjetunion okkupierten polnischen Ostgebieten wurden angesiedelt.
Gemeinde (Gmina Osno Lubuskie)
Die Stadt- und Landgemeinde Osno Lubuskie umfasst ein Gebiet von 198 km² mit etwa 6200 Einwohnern. Dazu zählen die Ortschaften 
(deutsche Namen bis 1945):
Grabno-Roslawice (Buchholz); Gronów (Grunow); Lubien (Lieben); Kochan (Linaberg); Osno Lubuskie (Drossen); Podosno (Karishöhe); Polecko (Polenzig); Radachów (Radach); Lipienica (Lippenze); Sienno (Seefeld); Smogóry (Schmagorei, 1936–1945 Treuhofen); Swiniary (Zweinert); Trzesniów (Klein Kirschbaum); Maiblumenstadt
Im Jahre 1879 begann in Drossen der Gärtnermeister Max Friedrich mit der gewerbsmäßigen Zucht von Maiglöckchen. Binnen kurzer Zeit wurde die Drossener Maiblumenzucht, die zwölf Gärtnereibetriebe umfasste, weltbekannt. Neben der Anzucht besonders wirkstoffhaltiger Sorten erfolgte der Export der Drossener Maiglöckchen nicht nur ins europäische Ausland, sondern auch nach Australien und Amerika. Neben der Anzucht der Pflanzen wurde auch die Herstellung von Arzneien und anderen Essenzen aus Maiglöckchen zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Der seit 1940 verwendete Ortswerbepoststempel der Stadt war ebenfalls mit einem Maiglöckchen versehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging diese Tradition verloren.
Sehenswürdigkeiten
Osno Lebuskie hat immer noch die fast vollständig erhaltenen Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert. Nur von zwei Stadttore (Frankfurt und Zielenziger Tor) sind nur die Fundamente erhalten.
Die gotische Kirche St. James wurde 1248 bis 1298 gebaut, kommt das Innere zu einem großen Teil aus dem frühen 17. Jahrhundert. Seit 1990 ist die Kirche regotisiert. Das Pfarrhaus beherbergt eine mittelalterliche Bibliothek, deren wichtige Schätze eine Weltchronik von Hartmann Schedel von 
Nürnberg (1494) und die Posen Messbuch (1505) zählen.
Das Rathaus wurde 1841-1844 vom Architekten Emil Flaminius im neugotischen Stil an der Stelle des zuvor abgebrochen frühere Parlament von 1544 gebaut.
Die 40 -acre Reczynek (Rothsee) nördlich der Stadt ist ein Freizeit- und Badebereich. Vier Kilometer westlich von Osno erstreckt sich ein Tal mit sieben Seen mit einer Fläche von 2300 ha
Buchholz Weststernberg/ Bevölkerungsentwicklung:  
Landgemeinde (1988: Grabno); (1820: adliges Dorf); Einwohner 1801: 134 / 25 Feuerstellen / 21 Hufe
Einwohner 1820: 107 / 21 Feuerstellen; Einwohner 1895: 154 / 24 Wohnhäuser, 27 Haushaltungen; Einwohner 1933: 242 
Post  Buchholz über Reppen; Post 1801: Drossen; Scharfrichterei Drossen 1818
Wohnplätze 1895: Buchholzer Mühle; Röske's Vorwerk
1801: Dorf und Gut. 3 Ganz-Bauern, 1 Halb-Bauer, 8 Ganz-Kossäten, 5 Einlieger, Schmiede, Wassermühle, 1 Förster über 1375 
M.Holz, Besitzer: Der Kapitän von Rittberg hieselbst. Zum Amt Lagow; Kommende Lagow 1350 - 1811; Amt Lagow 1811 - 1836; Rentamt Lagow   - 1874
Einwohner:
Bohm, Joh. Chr. /Musketier /Colb. Inf. Reg. * B. / gefallen 23.8.1814 Soisson v.d.Hagen, Landrat in B., Strassenbauaktien, 1854, ZH 70
VERWALTUNG
Der am 29. Januar c. in der Gerichtsstube zu Buchholz zum öffentlichen Verkauf der auf 619 Rthlr. gerichtlich taxirten, bei Buchholz belegenen unterschlächtigen Wassermühle anstehende Lizitations-Termin wird hiermit aufgehoben. Drossen, 
den 4. Januar 1836. Das Patrimonial-Gericht über Buchholz. Z 14 / 13.01.1836 / S. 15 Beilage
QUELLE
Brand. LHA II S. 458 PR.BR.Rep 3 B
Regierung Frankfurt: Abteilung für Kirchen- und Schulwesen
Schul-Sachen Kreis Weststernberg
Buchholz 1905 - 1944 (2)
Buchholz Gutsbezirk Weststernberg
Einwohner 1895: 103 / 8 Wohnhäuser / 19 Haushalte
Tochterkirche von Polenzig S. Drossen (1801: Insp. Sonnenburg)
Buchholzer Försterei (1820) Sternberg zu Buchholz
Einwohner 1820: 3 / 1 Feuerstelle; Eingepfarrt nach Buchholz
Buchholzer Mühle Weststernberg/ Wassermühle zu Buchholz
Einwohner 1820: 4 / 1 Feuerstelle; Einwohner 1895: 4 / Wohnhäuser 1
Eingepfarrt nach Buchholz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorherige OrtVorherige Ort     Ortregister      Nächste Ort Nächste Ort

Go to top